Online-Karten & GPS-Daten

LOCUS Topo BayWaldDa heutige Smartphones durchweg GPS-tauglich sind, gehört Verlaufen im Prinzip der Vergangenheit an. Man kann sich per Applikation (App) eine Karte der Gegend aufsHandy laden und weiß so immer, wo man gerade ist. Für Einsteiger empfiehlt sich eine App, welche die kostenlose OpenStreetmap (OSM) nutzt.

LOCUSIch persönlich bin von der Karten-App LOCUS begeistert (nur Android), die durch viele durchdachte Features besticht. Dazu gehört z.B., dass man aus einer Vielzahl kostenloser Karten wählen und sich diese für den offline-Betrieb aufs Handy laden kann. Dadurch ist man unabhängig vom Funkempfang. Am häufigsten verwende ich die App, um Touren aufzuzeichnen. Da meine Lieblingspfade oft so abseits verlaufen, daß sie auf keiner Karte verzeichnet sind, kann ich sie auch ein halbes Jahr später wiederfinden oder weiß, wenn ich mal wieder Jottwehdeh durch den Wald streife, daß in nicht allzu großer Entfernung ein schon begangener Pfad kreuzt.

Zu den Links in den vorgestellten Touren:

Der Link “Detail-Karte & GPS-Daten” unter der Übersichtskarte der jeweiligen Tour führt zu einer Webseite mit Karte und Höhenprofil sowie einer Downloadmöglichkeit für die zugehörigen GPS-Daten. Hier noch ein paar Hinweise:

  • Über das Stapelsymbol am rechten Rand läßt sich die bevorzugte Karte auswählen (voreingestellt: OpenStreetMap). Die beiden Höhenprofile (links oben in der Karte sowie unter dieser) enthalten einen Schieber, mit dem man durch die Karte “wandern” kann und weitere Informationen erhält. Klickt man in dem Kasten oben rechts auf “Kilometer”, so werden die Entfernungen eingeblendet. – Ganz unten in der Menu-Spalte rechts findet sich das Auswahlmenu “Weitere Aktionen”, wo man die Strecke auch als Google Earth-Animation abfliegen kann.

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  • Sehr praktisch ist, daß man die Karte ausdrucken kann. Klickt man auf den “drucken”-Link am Ende der Titelzeile, öffnet sich ein separates Fenster. Durch Doppelklick auf die Karte kann man in diese hineinzoomen und Detailausschnitte ausdrucken.

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  • GPS-Daten lassen sich in verschiedenen Formaten herunterladen. Dazu ganz oben links  Format wählen. Zum Übertragen aufs Smartphone “GPX Track” statt “Google Earth KML” wählen und “herunterladen” klicken. .

Outdoor-Handy & Co.

Neulich meldete sich ein Freund, der nun auch von Papierkarten auf die Wandernavigation per Handy umsteigen will. Welches Outdoor-Handy ich ihm empfehlen könne usw. usf. – Da mir immer mal wieder solche Fragen gestellt werden, hier meine umfassende Antwort, die vielleicht auch anderen Outdoor-Fans hilft:

eine sehr vernünftige Entscheidung. Papierkarten wirken nämlich langsam etwas vorsintflutlich ;-) Na ja, um sich einen Überblick über ein größeres Gebiet zu verschaffen kann man sie noch gebrauchen. Und natürlich als Backup im Rucksack, falls der Saft ausgeht. Dazu gleich mehr.
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Also ich bin vom Samsung Galaxy Xcover 2 einfach nur begeistert. Der gewöhnliche Smartphone-User hätte vielleicht lieber ein größeres Display und mehr Speicher. Aber für mich reicht beides völlig aus. Das Wichtigste: Eines der ganz wenigen Outdoor-Handys, die wasserdicht + stoßfest sind. Meines (exakt: Vorgängermodell Xcover 1) hat sowohl einen Sturz in den Harzer Granit als auch eine Viertelstunde im Schlamm einer Pfütze schadlos überstanden (war mir aus der Tasche gerutscht, als ich ein Hunde-Balli drin suchte und hab es erst später bemerkt). Beides das Todesurteil für übliche Smartphones.
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Der Speicher reicht völlig aus, wenn Du Dich auf die wichtigen Apps (Applikationen) für das Outdoor-Leben konzentrierst. Dann ist immer noch genug Platz für diverse Zusatz-Apps. Offline-Karten und aufgezeichnete oder runtergeladene Tracks kommen auf die SD-Karte.
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Die Karten-App, die für mich das Nonplusultra ist, ist LOCUS. Ist sehr komplex, die haben aber eine sehr gute online-Hilfe (engl.). Ich habe nach halbstündigem Test gleich die Pro-Version für unter 10 € gekauft. Man kann aus einer Fülle kostenloser Karten wählen, wichtig: Für Homezone und Reisegebiete lade ich mir die Karten aufs Handy für offline-Gebrauch. Meine Lieblingskarte: MTB-Europe.
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Unverzichtbar: Die Wetter-Apps:
  • WeatherPro – dürfte das Beste auf dem Markt sein. Die Pro-Version kostet 5 € im Jahr, die ich gerne ausgebe. Stündliche Vorhersagen bis 14-tägig, was permanent angepasst wird. Die Desktop-Version ist etwas anders aufgebaut, aber fast so gut wie die App.
  • Regen-Alarm OSM, da habe ich auch die Premium-Version. Zeigt Dir auf der OSM (OpenStreetMap) detailliert, wie die Regensituation ist.Ich habe z.B. die Alarme auf 25 km Umkreis eingestellt. Die App warnt, wenn sich etwas nähert usw.
Beide Apps kommen mit Widgets aufs Handy, das sind kleine Zusatzprogramme, die Dir auf den ersten Blick die Lage zeigen, ohne dass Du die App eigens aufrufen mußt. Beim Regenalarm siehst Du beispielsweise drei kleine Balken auf dem Bildschirm, die Dir zeigen ob ein Regengebiet den vordefinierten Umkreis erreicht hat, wie intensiv usw. Wenn Du drauf tipst, öffnet sich dann das Vollprogramm. Hier die Desktop-Version.
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In den letzten Tagen habe ich ein Hauptproblem des Wanderns mit Handy-GPS hoffentlich zufriedenstellend gelöst: Für längere Touren reicht die Akku-Kapazität nicht aus, weswegen ich immer 1-2 Ersatz-Akkus dabei hatte. Der Wechsel ist zwar im Prinzip kein Problem, aber doch etwas lästig, v.a. im Regen und wenn gerade die Dunkelheit hereinbricht. Außerdem muß man die dann zu Hause wieder nacheinander im Handy aufladen. Nun aber habe ich eine Power Bank entdeckt, die für Outdoorzwecke genau richtig zu sein scheint. Als Power Bank bezeichnet man externe Akkus, von denen man unterwegs nicht Geld sondern Strom abhebt. Der erste Test war vielversprechend: Innerhalb einer halbstündigen Pause erhielt das Handy knapp 25% seiner Ladung zurück. Die Kapazität müßte für mindestens zwei volle Ladungen ausreichen, also mehr als genug für eine richtig große Tagestour.